Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 2018-15 - 23.04.2018
Solidarität, Vielfalt, Gerechtigkeit.

DGB und Bielefelder Gewerkschaften fordern Gerechtigkeitswende

Demonstration und Kundgebung am 1. Mai in Bielefeld

DGB und Gewerkschaften zum 1. Mai 2018 in Bielefeld

Anlässlich des 1. Mai fordern DGB und Bielefelder Gewerkschaften einen politischen Aufbruch für mehr Solidarität, Vielfalt und Gerechtigkeit; v.l.n.r.: Hans-Jürgen Wentzlaff (IG Metall), Thorsten Kleile (NGG), Petra Meyer (ver.di), Martina Schu (ver.di), Dirk Toepper (DGB), Anke Unger (DGB) und Werner Kellas (DGB) DGB OWL

Bielefeld. Mehr soziale Gerechtigkeit, mehr solidarische Politik und ein stärkeres Fördern von Vielfalt. Mit diesen zentralen Forderungen rufen der DGB und die Bielefelder Gewerkschaften zu einer Demonstration und Kundgebung am 1. Mai 2018 in Bielefeld auf. Neben den politischen Botschaften am Tag der Arbeit, ist der 1. Mai ein Feiertag für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, sodass sich Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung auch auf ein Familienfest mit kulturellem Rahmenprogramm für Alt und Jung freuen können.

„Das Programm der Großen Koalition für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen und sozialen Zusammenhalt ist ambitioniert, aber das reicht uns nicht. Diese Koalition muss den großen Aufbruch wagen – hin zu mehr sozialer Gerechtigkeit, mehr solidarischer Politik und mehr Förderung der Vielfalt. Wir können uns kein „Weiter so“ leisten. Die Bundesregierung muss dafür sorgen, dass sich niemand mehr Sorgen darum machen muss, ob der eigene Arbeitsplatz sicher ist und ob die Rente später aus reichen wird.“, erklärt Anke Unger, Regionsgeschäftsführerin des DGB OWL.

„Am 1. Mai werben wir für eine gute Wirtschaftspolitik, die gestaltet statt entfesselt. Die Ausweitung der Ladenöffnungszeiten im Einzelhandel an bis zu acht Sonntagen geht an der Lebensrealität der Beschäftigten vorbei, die sich Arbeitszeiten wünschen, die zum Leben passen und Raum für Familie, Hobbies und Ehrenamt lassen. Längere Öffnungszeiten befördern Tarifflucht, prekäre Arbeit und bergen auch deutlich höhere Risiken für die Gesundheit der Beschäftigten“, macht Martina Schu, Bezirksgeschäftsführerin von ver.di OWL, deutlich.

Thorsten Kleile, Gewerkschaftssekretär NGG Bielefeld-Herford, ergänzt: „Bisher ist die Flexibilisierung der Arbeitszeit ausschließlich den Arbeitgebern zugutegekommen. Es ist Zeit für eine Wende! Der neuen Regierung machen wir klar: Hände weg vom Arbeitszeitgesetz! Die Politik muss die Bedürfnisse der Beschäftigten nach guter Arbeit und sicheren Perspektiven ernstnehmen. Hierzu gehört auch, dass die Tarifbindung wieder stärker gefördert werden muss. Im Bielefelder Bäckerhandwerk erleben wir die gravierenden Folgen einer fehlenden Tarifbindung.“

Abschließend stellt Hans-Jürgen Wentzlaff, zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Bielefeld, heraus: „Wir wollen auch, dass mehr Beschäftigte durch Tarifverträge geschützt werden und in Betrieben mitbestimmen und mitgestalten können. Bei den Betriebsratswahlen in diesem Jahr erleben wir einen deutlichen Generationenwechsel: Gerade jüngere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer engagieren sich für gute Arbeit und setzen sich auch zur Wehr. Damit die Politik die richtigen Weichen für sozialen Fortschritt stellt, gehen wir auch am 1. Mai auf die Straße.“


Nach oben
Suchbegriff eingeben
Datum eingrenzen
seit bis