Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 24 - 20.08.2018
Presseerklärung zu Sonntagsöffnungszeiten des DGB-Kreisverbands und DGB-Kreisfrauenausschusses Lippe

Verkaufsoffene Sonntage – sind sie nötig?

Presseerklärung zu Sonntagsöffnungszeiten des DGB-Kreisverbands und DGB-Kreisfrauenausschusses Lippe 

Verkaufsoffene Sonntage – sind sie nötig?

 

Kreis Lippe. Der Respekt vor der Sonntagsruhe ist ein deutliches Zeichen für die Werteordnung einer Gesellschaft. Alle, zuvorderst diejenigen, die die Politik in unserem Land gestalten stehen in der Verantwortung  sich für den Erhalt des freien Sonntages zum Wohle einer menschenfreundlichen Gesellschaft einzusetzen.

Deshalb fordern wir, der DGB-Kreisverband und der DGB-Frauenausschuss in Lippe die Kommunalpoliker*innen auf, jeden Antrag auf das Offenhalten von Verkaufsstellen aus besonderem Anlass (Sonntagsöffnung) unter dem o.g. Gesichtspunkt besonders zu prüfen. Es ist nicht unbedingt notwendig jeden Anlass zu nutzen mit einer Sonntagseinkaufsmöglichkeit zu verknüpfen. Unabhängig davon, wie die aktuelle Gesetzeslage von NRW (Entfesselungsgesetz) formuliert ist, kann jede Kommune eigenständig entscheiden, wie sie Innenstädte durch kulturelle Angebote oder Festivitäten belebt, ohne sich dem Diktat des Konsums zu beugen.

Es geht auch anders wie z.B. in Ingolstadt. Dort hat sich der Stadtrat bewusst gegen Sonntagsöffnungen ausgesprochen und begründet dieses mit einem Stück Lebensqualität in der Gemeinde. Ein Aktionsbündnis in Ingolstadt wünscht sich einen Dialog mit den Kommunen der Region mit dem Ziel, dass sich die Bürgermeister*innen zu einem freiwilligen Verzicht auf verkaufsoffene Sonntage bereit erklären, wenn sie sehen, dass sie sich vor dem Nachbarn nicht „fürchten“ müssen.

Ein vergleichbares Selbstverständnis würden wir uns auch für die lippischen Kommunen wünschen.

 

 


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