Deutscher Gewerkschaftsbund

16.12.2020

nachdenklicher Weihnachtsgruß vom DGB OWL

Solidarisch ist man nicht alleine

Liebe Kolleg*innen, liebe Mitstreiter*innen,

sehr geehrte Herren und Damen,

„Solidarisch ist man nicht alleine“: So lautete in diesem Jahr unser Motto zum 1. Mai. Als sich die klugen Menschen bei uns im Bundesvorstand diesen Slogan überlegt hatten, hatte wirklich noch niemand an die Corona-Pandemie und die damit verbundenen extremen Aufgaben für unsere Gesellschaft gedacht.

Solidarisch ist man nicht alleine – ist für uns nicht nur ein Motto für den Tag der Arbeit gewesen, sondern auch für das gesamte Jahr geblieben. Die Mehrheit der Menschen zeigt sich aktuell unglaublich solidarisch: Sie halten Abstandsgebote ein, verzichten auf viel und helfen sich untereinander. Auch die großen Hilfsprogramme zeigen, wie wichtig ein starker und solidarischer Staat ist. Das macht Mut, aber es darf auch nicht übersehen werden: Die Krise verschärft bestehende soziale Ungleichheiten.Die Folgen der sozialen Schieflagen sind existentiell. Die Krise trifft Menschen in den ärmsten Quartieren deutlich härter, als in den wohlhabenden, Frauen ebenfalls härter als Männer.

Die Hauptlast tragen Menschen in Berufen, die nicht angemessen bezahlt werden und deren harte Arbeit kaum Wertschätzung erfährt.

Die Vorschläge aus der Politik und der Wirtschaft zur Lockerung von Sonntagsöffnung und weiteren Arbeitnehmerschutzrechten sind teilweise ein Schlag ins Gesicht derer, die derzeit als Heldinnen und Helden gefeiert werden. Sie erhalten Applaus von den Balkonen – völlig zu Recht – aber haben nicht ausreichende Ruhezeiten, um auch mal die eigenen Ängste und Sorgen zu verarbeiten und ihre Familien zu sehen. Das kann nicht das Rezept zur Lösung der Krise sein.

Zukunftsforscher*innen weisen gerne daraufhin, dass aus Krisen immer auch Innovationen entstehen können und die Menschheit lernfähig ist. Wie wäre es also…

-      wenn unsere Gesellschaft lernt, dass die Arbeit um und mit Menschen gleichwertig entlohnt wird, wie die Arbeit an der Maschine?

-       wenn wir spüren, dass der einzige Impfstoff, der auch die sozialen Folgen bekämpft, Solidarität (forte) ist?

-       wenn wie wieder mehr an das „uns“ denken und nicht an das „ich“?

 

Wir wünschen Euch und Ihnen in diesem Sinne eine ruhige und besinnliche Adventszeit und entspannte Weihnachtstage. Vielen Dank für die Zusammenarbeit im analogen und digitalen.

Glück auf und bleibt gesund und munter!

 

DGB Team OWL      

 

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